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Bevor wir mit dem Interview anfangen, würden wir gerne ein Spiel mit euch spielen. Obwohl, eigentlich handelt es sich nur um Karten ziehen und nicht um ein wirkliches Spiel (lacht). Die Frage, die wir euch stellen werden, hängt von der Karte ab, die ihr zieht. Wer möchte anfangen?

ACME: Solche Dinge überlassen wir normalerweise unserem Sänger. 

Okay, dann würden wir dich bitten eine Karte zu ziehen.

HAL: Ich habe das Gefühl, dass das Interview enden wird, sobald du dir eine Karte aussuchst (lacht).

Dann wollen wir mal sehen, welche Karte du gezogen hast. 

CHISA: Der Magier.

Oh, das ist eine gute Karte. Der Magier, oder? Wenn du ein Magier sein könntest, was für eine Art von Magie würdest du verwenden?

CHISA: Hmmm. Ich würde Magie verwenden, die sich die Bäuche von Leuten zum Ziel macht.

Alle: (lachen).

CHISA: Wenn ich so (streckt seine Arme aus) mache, werden ihre Bäuche weh tun.

Alles klar. Böse Magie also…

HAL: So böse ist sie nun auch nicht.

CHISA: Genau. Diese Magie ist vielleicht nur ein klein wenig furchteinflößend. Es würde den Leuten nicht wirklich weh tun und ich könnte meine Spaß damit haben.

HAL: Wenn dein Boss sauer auf dich ist, kann er zum Beispiel einfach “Hey! Du! Uaah! (Bauch Magie) Gibt auch weiterhin dein Bestes!” machen.

RIKITO: Das würde sofort wirken.

(lacht). Was ist mit den anderen?

RIKITO: Ich würde den Krieg stoppen.

ACME: Ooooooh!

RIKITO: Der momentane Krieg bringt Japanern nur Schaden. Alles wird teuer. Alles kostet auf einmal so viel Geld. Deswegen, ja. 

HAL: Ich würde mit Magie das Wetter manipulieren. Manchmal, wenn ich in die Berge gehe, fängt es an zu regnen. Außerdem würde ich dann in manchen Ländern als Gott angesehen werden. 

SHOGO: Hmm, was für eine Magie würde ich verwenden… Das ist echt schwierig. Ich würde mich zum stärksten Mann  auf dieser Welt machen. 

HAL: Aber du hättest nach wie vor mit Bauchweh zu kämpfen.

CHISA: Man könnte sogar Kriege damit stoppen, indem man Leuten Bauchweh verpasst. 

RIKITO: Man könnte Weltfrieden Wirklichkeit machen.

Von Bauchweh zu Weltfrieden also. Dann fangen wir mit dem eigentlichen Interview an. Vielen Dank, dass ihr uns die Möglichkeit dazu gegeben habt, euch dieses Mal von Angesicht zu Angesicht interviewen zu können.

ACME: Wir bedanken uns ebenfalls. 

Wir möchten euch auch Fragen über das neue Album stellen, aber zuerst würden wir gerne mit euch über eure USA und Kanada Tour diesen Sommer sprechen. Das war euer erstes Mal in Kanada, richtig? Was ist euch von dieser Tour am meisten in Erinnerung geblieben? 

RIKITO: Wir haben so viele tolle Erinnerungen allein nur von Kanada.

SHOGO: In Pittsburgh haben sie auf alles Pommes raufgetan. Sogar auf Pizza (lacht).

CHISA: Es hat allerdings sehr gut geschmeckt (lacht).

RIKITO: Ich liebe Pommes auch. Aber dort war echt auf allem Pommes, auf allem. 

Es freut uns zu hören, dass ihr gut gegessen habt (lacht). Ansonsten, ist euch auch etwas von den Konzerten in Erinnerung geblieben? 

SHOGO: Natürlich! Es gab eine Sache, die uns sehr glücklich gemacht hat! Es war das erste Mal, dass eines unserer Konzerte als ACME in Chicago ausverkauft war!

CHISA: Dallas… 

SHOGO: Oh, ich habe die Städte verwechselt. Es war nicht Chicago, es war Dallas. 

CHISA: Wir waren so glücklich darüber, dass wir zum ersten Mal ein Konzert in Dallas ausverkauft haben.

Das ist schön zu hören. Herzlichen Glückwunsch! Ist während der Tour auch etwas Unerwartetes passiert? 

HAL: In Austin. Die Halle war außerhalb der Stadt und an dem Tag waren es 43 Grad. Es war so heiß, dass unser Computer aufgehört hat zu funktionieren, weswegen wir nicht proben konnten. Deswegen haben wir darüber nachgedacht, wie wir die Halle kühlen könnten. Und als wir letztendlich den Kühlschrank in der Garderobe aufgemacht haben, fanden wir tiefgekühlte Hamburger darin vor.

CHISA: Oder besser gesagt, Hamburger Patties. 

HAL: Als wir die Hamburger Patties unter den Computer gelegt haben, hat er auf einmal wieder funktioniert (lacht). Deswegen konnten wir mit der Probe weitermachen. Wenn es irgendwann wieder so heiß sein sollte, werden wir also nach Hamburgern suchen (lacht).

CHISA: Während unserer Touren im Ausland werden wir an jedem Flughafen von den Angestellten über unsere Band ausgefragt. Wir haben immer so viele Instrumente dabei, dass uns die älteren Damen an den Schaltern nach unserem Tik Tok oder Instagram Account fragen (lacht). Ich erinnere mich nicht mehr, wo das war, aber einmal kam sogar ein Angestellter in einer höheren Position, der unsere ganzen Sachen gesehen hat und uns dann einfach sofort weitergelassen hat, so dass wir nicht warten mussten. 

HAL: Die Schlange war echt lang, aber er hat uns quasi einen Schnell-Pass gegeben (lacht).

SHOGO: Als wir aus den USA gekommen und nach Kanada gereist sind, gab es eine Einreisekontrolle. Die Schlange bei der Sicherheitskontrolle, also dort wo man sein Gepäck zur Kontrolle ablegen muss, war auch sehr lang. Aber als wir den Angestellten von unserer Band erzählt haben, meinten sie, dass wir schneller sind, wenn wir einen anderen Weg gehen. Auch da haben sie uns sofort durchgelassen. Es funktioniert immer, wenn wir über unsere Band sprechen. 

CHISA: Die Leute sind viel netter zu Band Mitgliedern als in Japan. In den USA haben wir unter anderem Leute getroffen, die Bekannte in Japan haben. Manchmal meinen sie sogar, dass ihre Bekannten japanische Bands oder Musik mögen. 

RIKITO: Da wir immer so viel Gepäck mit haben, versuchen wir schon so früh wie möglich zum Flughafen zu gehen. In Japan sind die Leute an sich sehr pünktlich und gehen schon immer so früh wie möglich zum Flughafen, aber in Amerika haben sie sich sogar bei uns dafür bedankt, dass wir so früh gekommen sind. Es hat mich überrascht, dass sie das so glücklich gemacht hat. 

Das ist eine tolle Erfahrung. Hattet ihr Zeit auch ein wenig Sightseeing in Amerika und Kanada zu machen? 

ACME: Ja, wir haben sehr viel Sightseeing gemacht. 

RIKITO: Jedes Mal wenn wir nach Amerika kommen, machen wir Sightseeing mit unseren Fans. Wir haben immer sehr viel Spaß bei diesen Events. 

Das ist schön zu hören. Konntet ihr diesmal auch neue Sachen sehen, die ihr bisher noch nicht gesehen habt? 

ACME: Oh ja, das konnten wir. Es war echt toll. 

SHOGO: Die Fledermäuse, unter anderem. Wir haben uns in Austin Fledermäuse angeschaut. Ah, und die Pizza in New York war so gut. 

HAL: Oh ja, wir waren schockiert darüber, wie gut diese Pizza war (lacht). Wir haben echt viel gegessen. 

CHISA: Wir sind auch zum Times Square in New York gegangen und haben die Freiheitsstatue gesehen. Ich glaube, wir sind bisher die einzige Visual Kei Band, die am Times Square Fotos für Cheki gemacht hat. 

Wir wollten euch auch über das Essen befragen. Ihr habt bereits von der Pizza in New York und den guten Pommes gesprochen, aber was habt ihr sonst noch so gegessen? Zum Beispiel in Kanada? Immerhin war es euer erstes Mal dort. 

ACME: Ah, das! Das! Das! Dieses Gericht, das so gut war! 

CHISA: Poutine.

HAL: Poutine, nicht Protein (lacht). Das Gericht hat sehr gut geschmeckt. Ah, und der gegrillte Fisch war auch sehr gut. 

CHISA: Allergie…

RIKITO: Ah, genau. Ich habe in Toronto versehentlich einen Fisch gegessen, gegen den ich allergisch bin und mein Gesicht ist angeschwollen (lacht). Das ist eines der Geschehnisse, die mir von dieser Tour besonders in Erinnerung geblieben sind. Im schlechten Sinne. 

CHISA: Wir haben auch mehrmals ein Barbecue gehabt. 

RIKITO: Der Mais war echt gut. 

CHISA: Später, als wir ein letztes Mal nach LA gegangen sind, haben wir mit Freunden mehrere Mais Barbecues veranstaltet. 

HAL: Nach einem Monat und unserem letzten Barbecue, haben sie für uns Mais mit Butter-Soja Sauce Geschmack gebraten (lacht).

CHISA: (lacht). In Japan sind wir es ja gewohnt, Yakiniku Sauce oder Sojasauce beim Barbecue zu verwenden. Die Barbecue Sauce in Amerika schmeckte zwar auch gut, aber da nirgendwo japanische BBQ Sauce gab, haben wir uns einfach danach gesehnt (lacht). Deswegen haben wir darüber nachgedacht, wie wir den Geschmack davon nachstellen können und dachten, es würde vielleicht mit einem Mix aus koreanischer BBQ Sauce und Sojasauce funktionieren (lacht). 

(lacht). Und wie ist das gelaufen? Wart ihr erfolgreich? 

CHISA: In LA hatten sie Sojasauce, deswegen haben wir es hinbekommen. 

HAL: Die Shrimps haben auch echt gut geschmeckt. Jedes Mal, wenn wir in einem Restaurant essen gegangen sind und ich nicht wusste, was ich bestellen soll, habe ich Shrimps ausgewählt und habe es nie bereut. Zumindest bisher noch nicht. In Japan sind die Shrimps oft sehr klein, riechen komisch und schmecken nicht gut, aber in Amerika haben sie immer geschmeckt. 

CHISA: Das stimmt. Hühnerfleisch war für japanischen Geschmack oft ein wenig zu überkocht und hart, aber die Shrimps waren immer gut. 

HAL: In Amerika wissen sie, wie man Shrimps kocht. 

Als Nächstes würden wir dir, CHISA gerne eine Frage stellen. Du hast während der Tour rote High Heels getragen, nicht wahr? Und du hast sie auch danach während der folgenden Tour in Japan getragen.

CHISA: Ja, das habe ich. Ich ziehe diese Schuhe seitdem immer an. 

Wie ist das für dich? Ist es schwierig, in High Heels zu performen? 

CHISA: Ich habe mich schon an die Schuhe gewöhnt. Aber einmal, während einem Photoshoot habe ich sogar noch höhere Schuhe angehabt. In denen könnte ich niemals performen.

HAL: Oh, das war also kein Fehler damals. Du hast also nicht einfach schnell die Schuhe deiner Mutter angezogen, weil du spät dran warst und dich beeilen musstest und keine anderen gefunden hast (lacht). 

CHISA: Ein Staff Mitglied der USA Tour meinte einmal so: “Wenn du es wirklich ausprobieren willst, werde ich dir einfach Schuhe auf AMAZON bestellen, also trag sie bitte.” Deswegen habe ich sie dann ausprobiert und zu meiner Überraschung hat es funktioniert und ich konnte die Schuhe tragen.

Die Schuhe sehen wirklich cool an dir aus. Wie war die Reaktion der Fans?

CHISA: Letzten Endes doch gut. Wie soll ich es ausdrücken…Die Schuhe sind quasi zu meiner Signatur geworden. Ich glaube, es gibt sonst kaum Bands, die in roten High Heels auf die Bühne gehen und diese Art von Musik machen. Deswegen steche ich damit heraus. 

Damit hast du wohl recht. Und wie bist du eigentlich auf die Idee gekommen, rote Schuhe zu tragen? 

CHISA: Ah, die ursprüngliche Idee? Ich hatte einige Meetings mit dem Designer, der die Bühnenoutfits angefertigt hat. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch schon genug von den üblichen Outfits und wollte etwas Neues ausprobieren. So sind wir darauf gekommen.

Verstehe, so war das also. Dann machen wir mal wieder einen Sprung zurück zu eurer USA Tour. Das Merchandise für diese Tour war wirklich kreativ. Uns hat der USB Stick in Kassettenform, auf dem 10 von euren Liedern gespeichert waren, besonders gut gefallen. Sowas lässt bei einem gleich nostalgische Gefühle aufkommen. Wie seid ihr darauf gekommen, so etwas wie diesen USB Stick als Merchandise anzubieten?

SHOGO: Als wir angefangen haben über ein neues Album zu sprechen, kam unter anderem eine Diskussion darüber auf, ob wir die CD in einer Papierhülle oder einer Plastikhülle herausbringen sollen. Während dieser Diskussion kam auch die Idee für den USB Stick in Kassettenform auf (lacht). Also haben wir uns die Unterlagen für die Idee angesehen und uns dafür entschieden, weil wir es echt gut fanden. 

CHISA: Wir wollten etwas Besonderes für die USA Tour vorbereiten und haben uns dafür entschieden. 

Jetzt wird der USB Stick auch in Japan verkauft, nicht wahr?

CHISA: Aber er ist bereits ausverkauft. 

RIKITO: Ja, wir haben kaum noch welche übrig. Er ist so gut wie ausverkauft. 

SHOGO: Der USB Stick hat sich echt gut verkauft. 

RIKITO: Das hat er wirklich. Auch in den USA. Ich glaube, viele Leute haben ihn gekauft, weil er wirklich etwas besonderes ist. 

Alles klar. Ihr werdet im November auf eine Japan Tour aufbrechen, nicht wahr? Für diese Tour werdet ihr auch Orte besuchen, die ihr wegen Corona schon lange nicht mehr besucht habt. Auf was freut ihr euch am meisten? 

CHISA: Ich freue mich natürlich sehr auf die Konzerte. Und abgesehen von den Konzerten, hmm, ich glaube es wird zu einer “Wer zuerst kommt, mahlt zuerst” Situation was die Antworten betrifft. 

RIKITO: Das passt schon. Mir macht es nichts aus, als Letztes zu antworten. 

CHISA: Wirklich? Okay, in diesem Fall – ich freue mich persönlich am meisten auf Sapporo. Wann waren wir das letzte Mal in Sapporo? 

RIKITO: Es ist wirklich lange her. 

SHOGO: Ich glaube, ich war das letzte Mal für die CHISA und SHOGO – Zwei Mann Show dort. Das war vor 3 oder 4 Jahren, oder?

CHISA: Es gibt so viel gutes Essen in Sapporo. Sushi, Miso Ramen und noch mehr. Ich freue mich schon echt darauf. 

In Sapporo werdet ihr auch ein Fan Meeting veranstalten, nicht wahr? 

CHISA: Ja, Sapporo ist die einzige Stadt, in der das Event (die Talk Show) keinen zweiten Teil hat, und deswegen werden wir das Event am nächsten Tag an einem anderen Veranstaltungsort nachholen. Ah, nichts zu vergessen – Sapporo Bier ist auch echt gut. 

HAL: Oh ja und wie gut das ist. Und das Fleisch. 

CHISA: Genau. Ich freue mich schon darauf. 

HAL: Da wir extra zu so viele verschiedenen Orten reisen, möchte ich überall die lokalen Spezialitäten ausprobieren. In Hiroshima gibt es zum Beispiel Okonomiyaki mit Nudeln. Es gibt auch Momiji Manju mit Oktopus. Es schmeckt nicht gut. Besser gesagt, es schmeckt furchtbar (lacht). Aber es ist interessant. Interessant, auf eine schlechte Weise (lacht). In Hokkaido gibt es ein Gericht namens Genghis Khan Karamell… 

CHISA: Oh, das. Das schmeckt echt nicht gut. 

HAL: Echt mieses Karamell. Es schmeckt überhaupt nicht gut. 

Okay, und darauf freut ihr euch also (lacht)?

ACME: (lachen) Sie macht sich schon Sorgen um uns. 

HAL: Die Antwort klingt ähnlich wie die von den Anderen, aber wenn wir in Japan unterwegs sind, gibt es überall andere Berge zu sehen. 

SHOGO: Was ist daran ähnlich? Das hat gar nichts mit dem zu tun, was wir gesagt haben (lacht). 

HAL: Ich freue mich auf die Berge. Ich freue mich darauf, Berge zu sehen, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Die verschiedenen Landschaftsformen faszinieren mich. Japan ist von Bergen bedeckt und es macht Spaß, sich die Berge anzusehen. So, ich habe jetzt für alle gesprochen (lacht). 

RIKITO: Du bist der Einzige, der sich die Berge anschaut. Ich persönlich schaue mir lieber Flüsse an (lacht). Wir werden während der Tour auch neue Lieder spielen. Darauf freue ich mich schon. 

Und abgesehen von den Konzerten?

RIKITO: Abgesehen von den Konzerten…wenn ich mir etwas aussuchen müsste, wäre es wohl Hiroshima. Es ist lange her, seitdem wir das letzte Mal dort waren. Außerdem werden wir auch nach Osaka gehen, in meine Heimatstadt. Darauf freue ich mich auch. Auf Kansai. 

SHOGO: Du musst Chiba sagen, dort willst du doch leben. 

RIKITO: Chiba ist für meine private Zeit. Dieses Mal werden wir das erste Mal in Chiba spielen, als ACME. Darauf freue ich mich natürlich auch, ja. 

SHOGO: Ich freue mich auch auf Chiba, weil wir bisher noch nie dort gespielt haben. Natürlich werden viele Leute aus ganz Kanto kommen. Aber da es unser erstes Mal dort ist, hoffe ich, dass auch Leute kommen werden, die in Chiba leben und nicht so oft nach Tokyo kommen. Auch aus diesem Grund freue ich mich wirklich auf Chiba. 

Ihr habt manche eurer Konzerte für ausländische Fans im via Livestream übertragen. Habt ihr auch für die kommende Tour Livestreams geplant?

CHISA: Unsere Oneman Konzerte haben wir bisher eigentlich noch gar nicht so oft live übertragen. Wir machen nur Livestreams an willkürlichen Tagen, wenn uns danach ist. 

RIKITO: Es ist öfter vorgekommen, dass wir während unseren Konzerten gefilmt haben und Ausschnitte am nächsten Tag auf YouTube hochgeladen haben, wenn Fans es sich gewünscht haben. Aber Livestreams haben wir bisher noch nicht viele gemacht. 

CHISA: Es ist echt schwierig geworden in letzter Zeit. Mittlerweile können wir wieder richtige Konzerte veranstalten, und wenn wir jedes Konzert live übertragen würden, würden Fans aus Tokyo zum Beispiel, die vorhatten zu kommen, sich im Endeffekt dafür entscheiden, sich das Konzert nur online anzusehen. Das ist so mein Bedenken. Aber ausländische Fans wollen sich unsere Konzerte bestimmt auch ansehen, also vielleicht werden wir nur das Finale live übertragen. Mal sehen, vielleicht ergibt sich etwas. 

Alles klar. Ändern wir das Thema von Live Streams zurück zur Tour. Wenn ihr auf Tour geht, wer von euch packt immer zu viel und wer von euch packt nicht genug oder vergisst gerne Sachen? 

SHOGO: Ich bin der Einzige, der Sachen vergisst. Einmal habe ich sogar mein Bühnenoutfit vergessen. 

HAL: Bei einem Konzert ist er in einem T-Shirt aufgetreten, das ich ihm geborgt habe (lacht). 

SHOGO: Ich habe sein T-Shirt ausgeborgt und HAL hat stattdessen den ROTTEN ORANGE Hoodie angezogen. 

RIKITO: Derjenige, der am wenigsten mitbringt, ist wahrscheinlich SHOGO. 

SHOGO: Ja! Ich packe immer am wenigsten ein. 

RIKITO: Wir fragen ihn jedes Mal “Ist das alles, was du mit hast?”

SHOGO: Selbst wenn wir nach Fukuoka gehen, habe ich nur sowas mit (zeigt auf einen kleinen Rucksack) (lacht). 

HAL: Dafür vergisst du aber auch oft Sachen (lacht). 

SHOGO: Nicht die Instrumente und die ganzen Sachen, nur meine eigenen Sachen. 

CHISA: Wir sind daran gewöhnt, oft auf Tour zu gehen, deswegen packt jeder nur genau die Sachen ein, die er braucht. Keiner von uns packt etwas unnötiges ein. Schließlich gehen wir auch oft nach Amerika, wir sind gut im Packen. 

Als Nächstes würden wir gerne über euer neues Album sprechen. Wir haben uns den neuen Song RESISTED TEMPTATION angehört. Der Song ist wirklich gut, vereint melodische Klänge mit harten Beats und CHISA’s Growling ist beeindruckend wie immer. Könntet ihr uns ein wenig über die Produktion des Songs erzählen und über die Gefühle, die ihr in ihn gepackt habt? 

RIKITO: HAL hat die erste Version geschrieben. Er hat den Liedtext geschrieben und die Demo Version angefertigt. 

HAL: Ich habe den Liedtext geschrieben und dann die Anderen gebeten, den Song cooler zu machen (lacht). Danach haben wir ihn zusammen angepasst und darüber geredet, was besser klingen würde. So ist am Ende ein cooler Song dabei herausgekommen (lacht). 

Der Song ist in der Tat cool (lacht). Wir würden euch auch gerne fragen, welche Gefühle ihr in den Song gepackt habt. 

RIKITO: Wir haben sehr lange dafür gebraucht, RESISTED TEMPTATION anzufertigen. Wir dachten, es ist besser noch kein Preview des Liedes während der Aufnahmen zu veröffentlichen. Wir konnten uns einfach nicht einigen. 

CHISA: Wir hatten alle eine andere Idee, was wir aus dem Lied machen wollten. Deswegen haben wir uns alle mit so kleinen Details beschäftigt, dass wir das Ziel aus den Augen verloren haben und nicht mehr wussten, was richtig oder falsch ist. Auch unsere Tontechniker. Aber am Ende haben wir es aber gerade noch rechtzeitig geschafft, indem wir unsere Aufnahme-Sessions im Studio verlängert haben. Bitte hört euch den Song ganz oft an. 

SHOGO: Der Song steckt daher voller Gefühle und Details. 

Verstehe. Der Liedtext scheint auch wirklich tiefgründig zu sein. Könntet ihr uns ein wenig mehr über den Liedtext erzählen?

HAL: Ich habe den Liedtext geschrieben, und es geht um Berge. Ich werde also wieder über Berge erzählen. Ich gehe in letzter Zeit oft wandern und einmal war ich so lange unterwegs, bis die Sonne untergegangen ist und es ganz dunkel war. Ich musste also im Dunkeln zurück gehen. Ich hatte zwar eine Kopflampe mit, aber ich konnte trotzdem nur den Boden unter meinen Füßen sehen und hatte Angst. Aber wenn ich aufgegeben hätte, hätten Wölfe oder sogar Bären kommen können. Tiere könnten auf mich zukommen, es war stockdunkel, kein Mondlicht und kalt war es auch. Und manche Wege waren echt eng. Ich hatte das Gefühl, dass ich das wahrhaftige HEAVEN’S DOOR (Tor zum Himmel) vor mir sehen würde (lacht). Ich habe mir gedacht, dieser Weg führt zum HEAVEN’S DOOR (Tor zum Himmel), also sollte ich lieber den anderen Weg nehmen (lacht). Während ich also versucht habe, meinen Weg zurückzufinden, habe ich darüber nachgedacht, wie wir uns im täglichen Alltag eigentlich kaum darüber Sorgen machen müssen, wie wir am besten überleben können, wie wir für unser Leben kämpfen sollen und dabei versuchen sollen, nicht zu sterben. So ist dieses Lied zu Stande gekommen. Als ich den Liedtext geschrieben habe, habe ich dem ganzen noch eine Nuance von “Würde es nicht einfacher sein, sich der TEMPTATION (Versuchung) hinzugeben?” verpasst. 

Wenn wir schon über Versuchungen sprechen, ich glaube wir alle haben so unsere Versuchungen, denen wir nicht widerstehen können, auch wenn wir uns dabei schuldig fühlen. Welchen Versuchungen könnt ihr einfach nicht widerstehen?

HAL: Ah, ich weiß was du meinst. Ich tauche meine Kushikatsu zweimal in die Sauce ein. Auch wenn das eigentlich verboten ist. Kushikatsu ist frittiertes Fleisch oder Gemüse (auf Spießen). Es kommt mit Anko (Bohnenpaste) als Sauce und beim Essen darf man die Spieße nicht zwei Mal darin eintauchen, weil das die Sauce verschmutzt. Es steht sogar auf Schildern, dass man die Spieße nicht zweimal eintauchen soll. Aber ich kann der Versuchung nicht widerstehen (lacht). Moment, das ist wohl nicht ganz das, nachdem du gefragt hast, oder? (lacht). 

Das passt schon (lacht). 

SHOGO: Der Versuchung, der ich mich hingebe, ist vor dem Schlafen gehen zu essen, wenn ich Hunger habe. Es gibt nichts Besseres. Ich kann danach sofort einschlafen. Aber es macht fett. 

RIKITO: Für mich ist es hauptsächlich auch Essen, dem ich nicht widerstehen kann.

CHISA: In letzter Zeit gebe ich auch oft nach, deswegen bin ich am Zunehmen. Abgesehen von Essen, Anime und Dramas. Amazon Prime und Netflix veröffentlichen oft eine ganze Staffel von etwas und ich denke mir, ich könnte mir vor dem Schlafen noch ein bisschen was davon ansehen. Erstmal nur eine Folge. Aber dann endet die Folge bei einer spannenden Szene, bei der man unbedingt sofort wissen will, wie es weitergeht. Deswegen schaue ich weiter, nur noch eine weitere Folge. Aber dann ist es auf einmal 3 Uhr nachts. Das ist eine der Versuchungen, der ich nicht widerstehen kann. 

RIKITO: Für mich ist es Internet-Shopping. Ich kann nicht aufhören Sachen einzukaufen. Also so Sachen, die ich jeden Tag brauche. 

CHISA: Was kaufst du denn zum Beispiel? (lacht)

RIKITO: Waschmittel. 

CHISA: Ohh, das kann ich gut nachvollziehen!!!

RIKITO: Eigentlich sollte die normale Nachfüllpackung genug sein, aber wenn ich online danach suche, kommen Nachfüllpackungen, die dreimal so groß sind wie die normale Packung. Also denke ich mir, dass ich einfach die dreimal so große Packung kaufen sollte. Aber dann verspüre ich auf einmal das Bedürfnis, gleich zwei von den dreimal so großen Packungen zu kaufen (lacht). Dieser Art von Versuchung kann ich nicht widerstehen (lacht). 

HAL: Darf ich noch eine Sache erwähnen? Mir ist gerade noch etwas eingefallen. Oft esse ich zu Abend, trinke ein bisschen Alkohol dabei und lege mich dann kurz hin. Und schlafe dann einfach ein (lacht). Ohne mich umzuziehen oder mir die Zähne zu putzen. Obwohl ich mich eigentlich nur kurz hinlegen wollte, schlafe ich oft einfach ein (lacht). Sorry, das wollte ich noch unbedingt erzählen (lacht). 

Danke dir (lacht). Sprechen wir wieder über euren neuen Song. Welchen Abschnitt mögt ihr von dem neuen Song am liebsten? 

HAL: Es gibt ein Detail, das mich wirklich bis zum Ende des Mixes beschäftigt hat. Nachdem das Tempo langsamer wird, kommt ein Abschnitt, der langsam so “Dong tan tan” geht und der laute Ton der Basstrommel am Ende hat echt lange zum Mixen gebraucht. Ich habe den Tontechniker darum gebeten, den Ton noch stärker zu machen (lacht). Es ist zwar der Job eines Tontechnikers, eine gute Balance zwischen den Tönen zu kreieren, aber ich habe ihm gesagt, dass er ruhig alle anderen Töne runter drehen kann, solange man den Ton der Basstrommel ordentlich hören kann. Weil dieser Abschnitt kommt, nachdem sich der Hörer bereits der Versuchung hingegeben hat. Das ist so ein Abschnitt. Ich glaube, ihr werdet verstehen, was ich meine, wenn ihr euch den Abschnitt mit der Basstrommel anhört. 

CHISA: Es ist dieses Gefühl, kurz bevor der Song dann langsamer wird. 

HAL: Es ist als ob einem im Zug auf einmal der Bauch weh tut und man versucht, gegen den aufkommenden Brechreiz zu kämpfen, aber es nicht schafft und dieser Moment, wenn man es nicht mehr stoppen kann das ist dieser “Baaam” Abschnitt (lacht). So fühlt sich der an (lacht).

RIKITO: Was den Sound des neuen Liedes betrifft, haben wir den Bass-Sound so sehr verzerrt wie bisher noch nie. Das ist so ein Detail, mit dem wir uns sehr tiefgehend beschäftigt haben. 

SHOGO: Und der letzte Abschnitt, glaube ich. Für diesen Teil haben wir die Gitarre tief gestimmt. 

RIKITO: Ja, so tief wie bisher noch nie. 

SHOGO: Es fühlt sich an, als wäre meine Zeit endlich gekommen (lacht). Alles, was ich bisher gemacht habe, war nur Übung und Aufwärmen (lacht). 

Wir würden euch gerne noch eine Frage über das neue Album stellen. Viele der Lieder auf dem Album, unter anderem HEAVEN’S DOOR, RE:, RESISTED TEMPTATION und WALK, haben Liedtexte, in denen es darum geht, nicht aufzugeben und sich durch den Schmerz zu kämpfen und so weiter. Wie seid ihr auf diese Liedtexte gekommen? Habt ihr eure eigenen Erfahrungen darin verarbeitet, zum Beispiel die Schwierigkeiten, mit denen ihr auf eurem Weg als ACME zu kämpfen hattet?

HAL: Es geht wieder um die Berge (lacht). Ich habe den Liedtext für HEAVEN’S DOOR und für diesen Song geschrieben. Ich denke immer sehr viel nach, wenn ich wandern gehe, deswegen kommen immer mehr Berg-bezogene Texte von mir. Ich glaube, dass Klettern und Wandern sehr viel mit dem alltäglichen Leben gemeinsam haben. Wenn man weitergeht, weitermacht, dann wird man auch irgendwo ankommen. Wenn man von seinem jetzigen Standpunkt zu seinem Ziel schaut, fühlt es sich an, als ob es viel zu weit weg sei und es unmöglich sei dorthin zu kommen, aber den nächsten Schritt zu machen – das ist nicht so schwierig. Und wenn man Schritt für Schritt voran geht, wird man irgendwann das Ziel erreichen, von dem man geglaubt hat, es sei weit weg. Ich glaube, das ist eine der guten Seiten der Berge, dass sie einem so etwas lehren. Aber mit der Band läuft es nicht immer so gut (lacht). Wir werden oft in andere Richtungen gezogen (lacht). 

Wir wollten euch auch gerade etwas über eure Reise als Band fragen. Was war für euch die größte Schwierigkeit bisher in den letzten 5 Jahren als ACME? 

HAL: Vor kurzer Zeit war unser Bass Spieler, RIKITO, krank und konnte für ein halbes Jahr nicht mitmachen. Dieses halbe Jahr mussten wir zu dritt auftreten und wir haben jedes Mal verzweifelt versucht, die Konzerte bis zum Ende durchzuspielen. Wir waren Feuer und Flamme und haben uns gegenseitig angespornt “Gehen wir es an!” (lacht). Wenn wir nach Bands mit zum Beispiel 6 Mitgliedern, wie BLUEBILLION, spielen mussten, kam uns die Bühne sogar noch größer vor, weil wir nur so wenige waren. Es ist toll, dass wir es durch diese Zeit geschafft haben und jetzt wieder zu viert spielen können. Ich bin sehr glücklich darüber. Damals hätten wir es uns nicht erträumen können, einmal alle zusammen an verschiedenen Orten aufzutreten, schon gar nicht im Ausland. Vor allem zu dritt, dachten wir, würden wir sowas niemals schaffen. Deswegen bin ich sehr glücklich darüber. 

CHISA: Es gab unter anderem auch viele kleine Schwierigkeiten, zum Beispiel dass unser Computer nicht mehr funktioniert hat, weil es zu heiß war oder dass die Geräte, um die wir gebeten haben, nicht vorbereitet wurden und so weiter. Aber mit diesen Bandmitgliedern und diesem Staff zusammen unterwegs zu sein, gibt mir immer das Gefühl, dass wir irgendwie einen Weg finden können. Selbst als unser Auto auf einmal kaputt war während der Tour, haben wir es irgendwie geschafft. Wahrscheinlich weil, selbst wenn uns solche Sachen passieren, niemand von uns Sachen wie “Wir schaffen das nicht” sagt. Das ist wohl der Grund, warum wir bis jetzt immer weitermachen konnten. Als jemand in Seattle in unser Auto eingebrochen ist und alle unsere Geräte und unser Merchandise gestohlen hat, waren wir natürlich geschockt, aber wir hatten trotzdem das Gefühl, dass wir es schon irgendwie schaffen würden. Auch wenn uns Schwierigkeiten in den Weg kommen, glauben wir daran, dass wir sie überwinden können. An jenem Tag, zum Beispiel, dachten wir, wir könnten Fotos von den zerbrochenen Autofenstern machen und damit T-Shirts anfertigen (lacht). Oder wie unser Computer wieder funktioniert hat, nachdem wir Hamburger Patties verwendet haben (lacht). Einer von uns kommt immer wie aus dem Himmel geschossen mit einer Lösung an und es funktioniert. Deswegen kommt es kaum vor, dass wir aufgeben wollen. In diesen 5 Jahren, auch zu der Zeit, als wir nur zu dritt waren, dachten wir, dass wir weitermachen müssen (lacht). “Trinken wir zuerst und gehen es dann an” war quasi unser Motto (lacht). Ich glaube, das ist unser Geheimnis, und der Grund, warum wir für 5 Jahre ununterbrochen weitermachen konnten.

SHOGO: Das Einzige, was uns ein wenig verzweifelt und hoffnungslos hat fühlen lassen, war, als wir damals unser drittes und viertes Jubiläumskonzert wegen Corona nicht halten konnten und verschieben mussten.

HAL: Und sogar noch viel verzweifelter habe ich mich gefühlt, als wir nach Sendai gegangen sind, aber ich konnte kein Gyūtan (gebratene Rinderzunge) essen. Es war Sonntag. Die Geschäfte waren geschlossen (lacht). Ich war so “Bitte öffnet eure Geschäfte für mich!” (lacht). Deswegen machen wir bei unserer nächsten Tour auch einen Stopp in Sendai (lacht). 

Auf der anderen Seite, was war euer glücklichstes Erlebnis in den letzten 5 Jahren? Ich bin mir sicher, ihr habt einige glückliche Erinnerungen, aber was ist eure persönliche Nummer 1? 

CHISA: In letzter Zeit konnten wir nicht so oft in Japan auftreten und auch jetzt können wir die Konzerte nicht ganz genauso veranstalten wie früher. Deswegen wurde hauptsächlich unsere USA Tour in den Medien aufgegriffen. Das tat mir für unsere japanischen Fans ein wenig leid, aber es macht mich glücklich, dass es selbst an Orten, wo wir noch nie waren, Leute gibt, die unsere Musik hören und auf uns warten. Wir konnten dieses Jahr eine Ein-Mann Show in New York veranstalten. Ich habe gehört, dass die Leute in New York etwas abweisender und verschlossener sein können, als Leute in LA oder Texas, aber das war in Realität gar nicht so. Es sind so viele Leute gekommen, um uns zu sehen. Das hat mich glücklich gemacht. In Japan, in den USA und überall anders, die Möglichkeit zu bekommen, dort etwas zu machen, spornt uns an, mehr und mehr machen zu wollen.

SHOGO: Für mich ist es auch die Tatsache, an Orte reisen zu können, an denen ich noch nie zuvor war und die mich glücklich machen. Zum Beispiel als wir dieses Mal das erste Mal nach Kanada gegangen sind, in Toronto. Ich habe darüber nachgedacht, dass an diesem Ort kurz zuvor die Major League stattgefunden hat. Es ist faszinierend, dass wir in ein anderes Land gegangen sind und trotzdem so viele Leute gekommen sind. Das hat mich überrascht. 

HAL: Mein Ziel, was Musik machen betrifft, war schon immer, dass so viele Leute wie möglich die Musik hören, die meine Freunde und ich machen. Mittlerweile hören nicht nur Leute in Japan und den USA unsere Musik, sondern auch Leute aus verschiedenen Ländern der Welt. In Ländern, in denen wir noch nie waren, gibt es Leute, die auf uns warten. Ich glaube, nichts kommt an dieses Glücksgefühl heran. Wenn ich nicht Musik machen würde, würde ich wahrscheinlich jeden Tag damit verbringen, Schrauben und Metall herzustellen und dann nach Hause zu gehen, nur um mir von meiner Frau sowas anhören zu können wie “Du hast so viel Hunger, obwohl dein Gehalt so niedrig ist!” (lacht). Ich glaube, ich führe mittlerweile ein sehr viel glückliches Leben als diese Prognose (lacht). Ich kann mit meinen Freunden an verschiedene Orte reisen und es mit Musik krachen lassen. 

Wenn das so ist, an welche neuen Orte wollt ihr denn als Nächstes reisen? 

CHISA: Oh, da gibt es viele. Realistisch gesehen glaube ich, dass wir es als ACME in absehbarer Zukunft nach Südamerika oder nach England schaffen könnten. 

HAL: Da gebe ich dir recht. In England wurde immerhin schon ein DJ Event mit ACME als Hauptthema veranstaltet, deswegen denke ich, dass wir dort auf jeden Fall hingehen sollten. 

CHISA: Ich frage mich, ob wir durch ganz Amerika reisen und auftreten könnten, da wir es schon in Texas geschafft haben. Und auch Kanada bereits besucht haben. 

SHOGO: Ist da Costa Rica nicht dazwischen? Oder nein, das lag über Mexiko, glaube ich. Wenn man runter nach Südamerika geht, gibt es dort ein kleines Land namens Costa Rica. Dieses Land interessiert mich, weil es dort Faultiere gibt (lacht). Ich will auch unbedingt nach Las Vegas gehen. Las Vegas oder Shiga. Weil unser Konzert in Shiga abgesagt wurde. Wir hatten geplant, dort aufzutreten, aber unser Konzert musste zwei oder drei Mal verschoben werden. Einmal wegen einem Taifun oder so und ein anderes Mal wegen Corona. Obwohl wir uns vorgenommen haben, dort einmal zu spielen, haben wir es bisher noch nicht geschafft, also ja, Shiga oder Las Vegas. 

RIKITO: Brasilien. Ich möchte im Amazonas fischen gehen. 

= TO BE CONTINUED =

Interview: Gamze, Chis
Translation: Tiffany

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One thought on “Band IN: ACME Part 1 (Dec 2022)

  1. Thank you for the interview! I look forward to the next part 🙂 I hope the band are able to come to England some day. Their tour dates in Japan sadly didn’t line up with the dates I was there.

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